want you to want me
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I wish I was special


Dort kniet sie, die Hände vor ihr in den erdigen Boden gegraben, sichtlich bemüht den müden Körper vor dem entgültigen Zusammenbruch zu bewahren. Tränen fallen in die dunkle Erde zwischen ihren Händen. Erde, so feucht als würde sie seit Jahrzehnten nichts anderes tun als ihre Tränen in sich aufzusaugen. Als wäre dies der einzige Zeitvertreib, den es in der Dunkelheit noch gab. In der Stille, die schwer über all dem ruhte und das geschundene Mädchen zu einer absurden Erscheinung machte, mehr Mittelpunkt eines Gemäldes als der eines Lebens.
Schwer schien die Last auf ihrem Rücken zu ruhen, fast unmöglich der Kampf, den sie zu kämpfen hatte. Der Kampf gegen das riesige Nichts, dass sie von hinten angegriffen und zu Boden geschleudert hatte.
Ein bitteres Lächeln verzerrt ihr Gesicht. Würde irgendjemand sie so sehen, so würde er kein Verständnis für sie haben. Wer kannte sie schon, die Angst, die lähmend und schwer auf deinem Rücken lastet, alles darum gebend dich endlich zu Boden zu ringen.
Sanft streicht sie die Haare zurück, die in Strähnen über ihre Schulter hinabhängen und zieht sich mit den kalten Klauen an den Schultern nach oben, zischt leise und hämisch Du denkst du bist stark? Mich schaffst du ja doch nicht.
Die Hände verkrampfen sich in der dunklen Erde, der Körper zittert vor Anstrengung, doch die Stimme lässt nicht nach. Du denkst, du könntest mit deiner Leistung dein Abi kriegen, gut genug für das Studium, gut genug für einen Job? Sieh dich doch an. Ha! Die anderen haben es erkannt, du kleine Blenderin. Sieh es ein - das schaffst du nie. Du wirst versagen und die Erfolgskrücke wird unter deinem Körper zusammenbrechen, dich hilflos am Boden liegen lassen. Bilder durchfahren ihr inneres Auge. Bilder von Menschen, Gesichter und dazugehörige Namen. Erinnerungen all derer Menschen, die ihr am Herzen lagen. Ach komm. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass einer von ihnen ehrlich zu dir ist, dich aufrichtig liebt und hinter dir steht? Spinner du. Und du behauptest nicht naiv zu sein? Klar. Siehs ein. Im Endeffekt bist du allein, auf dich gestellt, ohne jemanden, der dich liebt und dich in die Arme schließt, ohne jemanden, der dich vermisst. Und deine ach so tollen Noten machen deine Dummheit auch nicht wett, du glaubst doch nicht ernsthaft dass das bei der heutigen Gesellschaft für ein Leben ausreicht? Sinnlos. Gib einfach auf, du wirst sehen, es ist besser so..
26.2.07 20:14


acclimatisation

Nachdenklich schaute ich in den Himmel empor, sah den Wolken nach, die über meinem Kopf hinweg zogen und der Sonne nur hier und da einmal einen Blick gewährten. Das Gras unter mir war weich und kitzelte mich immer dann, wenn der Wind sich regte und die Grashalme zum Tanzen brachte.
Lächelnd schob ich den Kopf zurück und sah die Welt Kopf stehen, sah all die Dinge, wie ich sie kannte, auch, wenn sie aus jener Perspektive seltsam erschienen. Die Schwerkraft hatte sich umgedreht, die Häuser hafteten am Himmel während am Boden nur dunkle Wolken von dannen zogen. Das Sommergewitter meines Lebens. Tiefschwarze Wolken verdunkelten die Welt. Blitze zerrissen den Himmel und Donnergrollen fegte damals über mich hinweg. Doch das ist Vergangenheit, denn das strahlende Blau des Himmels hatte die Wolken vertrieben.
Ja. Es ging mir gut. Ich hatte viel geschafft.
Ich lies meinen Blick weiterschweifen, sah nach oben in den von Wolken verschleierten Himmel. Wie lange diese Wolken wohl noch dort bleiben werden? Wie lange würde es dauern bis die Wolken von dannen gezogen und den strahlendem Sonnenschein genehmigen würden, es endlich wieder Sommer werden zu lassen?
Ich durfte nicht aufgeben, nein. Ich würde es schaffen und diese Zeiten würden vorbeigehen. So, wie sie es schon einmal taten.
Entschlossen fand ich den Mut zu tun, was ich wirklich tun wollte.. doch als ich hinauf in den Himmel sah, da zogen nur erneut tiefschwarze Wolken am Horizont auf, die untergehende Sonne verschleiernd. Vielleicht. Ganz vielleicht ging sie ja nicht einmal unter. Vielleicht, aber nur vielleicht, war es ein Sonnenaufgang – ganz gleich was die Uhr sagte. Und wenn auch nicht hier, dann an einem anderen Ort, für eine andere Person, die all diesen Gedanken nachhängt. Vielleicht..? Ja. Vielleicht war meine Wettervorhersage richtig.. doch vielleicht irrte ich mich auch? Wer wusste schon welche Wolke wann am Himmel erschien. Gerade, weil doch mein persönlicher Himmel nur ein Bruchstück dessen war, was dort über uns hängt. Vielleicht sind manche Wolken nur da um sich über meinem Kopf in Wohlgefallen aufzulösen.. doch vielleicht werden sie auch verweilen. Vielleicht wird es keinen Windstoß geben, der sie hinfort bläst, keine Sonne, die durch diese Wolken reicht?
8.12.06 18:35


thank you

Dankeschön.
Ein Wort, das wohl nur allzu selten wirklich von Herzen kommt. Tagtäglich sagen wir es - meist aus reiner Höflichkeit unseren Mitmenschen gegenüber. Doch wie oft sagen wir es und meinen es auch so? Wie oft schreit unser Herz >dankeAuch mir kommt dieses Wörtchen häufig über die Lippen und doch immerzu in Situationen, die ich kurz darauf wieder vergesse. Doch heute ist es anders. Nicht mein Körper, nicht mein Kopf. Dieses Mal sind sie nur Werkzeuge meines Geistes ein 'Danke' an euch zu senden. Ich weiß nicht ob euch bewusst ist, wie sehr ihr mir helft..

Sei es, wenn ich erneut in eins dieser Löcher falle und hier all meinen Kummer niederschreibe.. ihr seit da und hinterlasst mir eure Gedanken, nehmt an meinem Leid teil und versucht mich wieder zu stärken. Ihr gebt mir mit euren Gedanken Mut, ihr stoßt neue Gedankengänge in mir an, bringt mich wieder auf den Pfad, den ich doch eigentlich zu verfolgen suche und doch hin und wieder aus den Augen verliere.
Wie oft schrieb ich hier meinen Herzschmerz nieder? - Wie oft fand ich danach Texte vor, gekennzeichnet mit den Namen derer, die mir so sehr am Herzen liegen? Wie oft schlich sich ein Lächeln auf mein zuvor vor Trauer erstarrtes Gesicht und wie oft rütteltet ihr damit meinen Geist wach, der sich eine Pause gegönnt hatte?
Nur dank euch bricht in mir die Kämpfernatur hervor und kündet einen erneuten Krieg an. Nur dank euch finde ich immer wieder zurück zu meinem Weg..
Ich mag eine Art Einzelgänger sein, ich mag einen Weg beschreiten, den nicht gerade viele gehen.. aber immer wieder seit ihr es, die mir zeigen, dass ich nicht alleine bin.
Es ist fast so als würdet ihr meinen Weg säumen, einem Spalier gleich, das mir immer dann, wenn ich ins Torkeln gerate, immer, wenn ich vom Weg abzukommen drohe, ein aufmunterndes Lächeln schenkt, mir eine Hand entgegenstreckt um mich zu stützen.
Wie oft kommt es vor, dass ich an schlechten Tagen Einträge auf euren Seiten finde, die mich stärken? Eine Tatsache, die euch wohl kaum bewusst sein wird, doch.. ihr helft mir schon so oft durch eure eigenen Texte.. Unzählige Male habt ihr Dinge niedergeschrieben, die meinen eigenen Gedanken so sehr ähnelten, dass ich in ihnen Verständnis fand, Gedanken, die mich bis heute an euch binden. Nicht nur, dass ich euch durch sie näher kennen lerne, nein, ich lerne euch von Mal zu Mal mehr lieben. Durch das was ihr schreibt, was mir ähnelt und was euch von mir unterscheidet. So oft betrete ich eure Blogs und fasse durch sie neuen Mut. Lese Einträge, finde mich wieder und erinnere mich an das, was ich eigentlich wollte. Es ist geradezu so, als würdet ihr mit ihnen meinen eigenen Kampfgeist immer wieder und wieder wachrütteln..

Und auch ab von den blogs, gebt ihr mir Kraft. Es tut mir so leid, dass ich euch immer wieder mit diesen Gedanken nerve. Dass ich mich so oft schlecht mache und einfach nicht glauben will. Aber Thale hat Recht.. Warum solltet ihr lügen? Im Gegenteil.. obwohl es doch unangenehme Situationen sind, versucht ihr immer wieder mir zu helfen, mir eure Hände entgegenzustrecken und mir Mut zu geben.

Und genau deshalb möchte ich euch danken.
Danke für jeden einzelnen Kommentar, den ihr mir zu Liebe verfasst, denn jeder einzelne von ihnen gibt mir Kraft.
Danke für jedes Wort, dass ihr mir zukommen lasst; für jedes Wort, mit dem ihr mir zeigt, dass ihr mich mögt, dass ich euch keineswegs gleich bin; für jedes einzelne Wort, mit dem ihr mich zu stärken sucht..
Ich danke euch für jede einzelne Umarmung, die ihr mir schenkt und danke für eure Gedanken, an denen ihr mich teilhaben lasst, aus denen auch ich immer wieder neue Kraft gewinnen kann..

Danke.
22.11.06 17:06


overflow

und es ist soweit. Ein weiteres Treffen neigt sich dem Ende.
Momentan sitze ich hier, bei ihm zu Hause und vertreibe mir die Zeit, während die beiden auf dem ASP Konzert sind. Und nunja.. ich kann es nicht bestreiten. Es ist ein seltsames Gefühl..

Einerseits ist da noch immer das Gefühl so vieles verpasst zu haben in den zwei wochen, die ich kaum zu Hause war, kaum mit all den Menschen sprechen konnte, die mir so am Herzen liegen..
Wenn in nicht einmal einer Woche Berlin dermaßen viel passiert ist, dass ich beinahe durchdrehe, weil zu viele Gedankenströme auf mich einstürzen und ich es einfach nicht vermag einen zu ergreifen um ihn irgendwann abzuhaken.. wenn in zwei Wochen fernab der Heimat so viel passiert ist, dass ich nicht wüsste, wo ich nun anfangen sollte, würde man mich danach fragen.. was hab ich dann alles verpasst?.. Und macht es überhaupt etwas aus? Gibt es jemanden, der darauf brennt mich wiederzusehen um mir zu erzählen, was alles passiert ist, was erlebt wurde? Um mir die lustigen Momente zu schildern, mit mir darüber zu lachen oder um mal wieder etwas mit mir zu unternehmen?
Vermutlich beginne ich in alte, verhasste Muster zu fallen, doch penetranter könnte dieses Gefühl nicht sein.. was macht es für einen Unterschied? Ob ich nun hier oder dort bin? Das Leben geht weiter und hat man sich erst einmal daran gewöhnt, dann stört es niemanden..
Andererseits beweisen mir manche Menschen tatsächlich, dass es einen Unterschied macht, dass ich vermisst werde. Dass ich ihnen nicht gerecht werden kann. Keine Zeit für sie habe.
Meine Gedanken rasen, ich scheine einfach nicht genug Zeit zu haben um alle zu verfolgen.
Es fühlt sich so an, als würde ich zu nichts mehr kommen und selbst wenn ich dann den Erfolg bekomme, den ich gewollt hatte, dann kommt ein Schlag aus einer anderen Richtung um mich erneut darauf aufmerksam zu machen, dass ich gefälligst noch etwas zu tun habe. Lernen. Mit jemandem Sprechen. Verträge abschließen. Haushalt. Emails beantworten. Nur niemanden vernachlässigen.
Und die wenigen Menschen, bei denen ich mich erholen kann, bei denen ich mich fallen lassen und einmal abspannen kann....ich weiß auch nicht. Ich kann nicht mehr. Selbst wenn meine Kraft für all das reichen würde bin ich noch kein Roboter. Ich bin keine Maschine, die nur arbeitet. Auch, wenn Erfolg mein Ziel ist, wenn ich bereit bin viel zu arbeiten, bin ich doch noch immer ein Mensch. Ob man es glaubt oder nicht ein Mensch mit Gefühlen. Wann darf ich darüber nachdenken? Wann darf ich träumen und wann verdammt nochmal darf ich darüber nachdenken, was mich verletzt? Darf ich auch mal nicht wollen? Was glaubt ihr was es für eine Wirkung hat, wenn ihr mich tagtäglich bedrängt.. es wird mich nicht öfter dazu bringen mit euch reden zu wollen und ganz sicher wird es mir keine Kraft für all das geben..
ist es so utopisch? so unverständlich?
seht auch ihr mich nun an, als würde ich hinterm Mond leben, nichts vom Leben wissen?

aber vielleicht.. ist es auch einfach zu viel verlangt. vielleicht ist eine Antwort ebenso zuviel verlangt wie eine eins in Chemie. Vielleicht ist Aufrichtigkeit genauso utopisch wie euer Verständnis, wo es mir selbst doch oft so schwer fällt mich selbst zu verstehen..

..whatever
29.10.06 00:17


bitter life

„Hey.“
Eine Stimme schleicht sich an mein Ohr.. sie ist mir bereits seit Jahren vertraut. Über all diese Jahre hinweg, kenne ich diese Stimme bis in ihre kleinste Faser. Und nicht nur das. Sogar das, was sie erzählt, ist mir bereits seit Jahren vertraut. Immerzu spricht sie von der neuesten Mode, über die es zu richten gilt, die Planung für Zeit, die sie viel sinnvoller hätte nutzen können, spricht von nächtlichen Unternehmungen im aufregendsten aller Clubs. Viel zu oft erzählt sie von Männern. Männer, die sie hintergingen und an denen sie sich nun zu rächen sehnte. Männer, die sie kennen lernten, nach denen sie sich verbotenerweise sehnte und sich nur allzu häufig wünschte wieder ledig zu sein. Und schließlich jene Männer, die von ihnen auf eine Art und Weise hintergangen wurde, über die sie leise kicherte und sich ihrer schönen Welt erfreute, in der alles so lief, wie sie es sich wünschte.
Eine Stimme schleicht sich an mein Ohr, so unerwünscht, wie sie es über all die Jahre hinweg immer gewesen war. Eine Stimme, die Revolten in mir losfegt und die Truppen in meinem Körper, die sich seit jeher bekämpfen, aufhorchen lässt um ihre Stärke gegen sie zu vereinen. Nie wollte ich sie hören, ihre Banalitäten.

„Hey. Woher hast du das?“
Eine Stimme schleicht sich an mein Ohr. Seit jeher bekannt und doch nicht gleich. Eine Faser dieser Stimme war mir gänzlich unbekannt, eine Faser, die Nachdruck verkündete, ja sogar Empörung offentat..
Eine Stimme schleicht sich an mein Ohr.. Eine Stimme spricht zu mir.

„Woher hast du dieses T-Shirt?“
EMP.
Was nun? Ist diese Farbe nun letztendlich derart populär geworden, dass selbst du danach fragst? Was gedenkst du zu tun, du, die du nur immerzu mit dem Strom schwimmst, du, an der man die neuste Mode ablesen kann, wie in jedem Jugendmagazin? Willst auch du dich nun in schwarz hüllen, in jene Farbe die so exzessiv nur von jenen getragen wird, die sich in einem gewissen Maße von der Gesellschaft abzugrenzen wünschen? Willst du, die du die Gesellschaft perfekt widerspiegelst eintauchen, in diese populär gewordene Welt, dich uns anpassen und jeden deiner Sprüche und abfälligen Blicke nur noch weiter ins Lächerliche ziehen?
Wieso? Interesse?
„Nein, Nein.“
Ein Blick trifft den meinen, so voll von Abfälligkeit, wie er mir seit Jahren vertraut ist. Über all die Jahre hinweg, kenne ich diesen Blick bis in seine kleinsten Winkel. So voll von Unverständnis, Missbilligung und Ekel, dass er mir immerzu ein amüsiertes Lächeln abringt.
„Sowas singen die?“
Ein Blick trifft den meinen, so voll von Unverständnis, wie er mir seit jeher bekannt ist, denn er war das einzige, was uns je verband.
Ja. Und jeder Soziologe würde dir bestätigen, was dort steht.
Eine Stimme schleicht sich an mein Ohr, seit jeher bekannt und doch nur eine verzerrte Version des Originals. Täglich gehört und doch nie wirklich vernommen. Tiefste Überzeugung liegt in ihr, auch wenn sie sich nie sicher war, dass jeder Soziologe besagtes Zitat als Fakt abtun würde, so war sie sich doch sicher, dass jeder Mensch, wenn er sich nicht völlig verschließt, einen wahren Kern darin anerkennen muss. Weiter, weiter ins Verderben. Jeder Mensch, der nicht völlig verblendet ist. Jeder, der diese destruktive Rasse mit einigermaßen klaren Augen betrachtet, anstatt durch die verhasste rosa Brille zu blicken. Wir müssen leben, bis wir sterben. Ja. Sowas singen die.
Was?
„Ach.. nichts..“
Ein Blick trifft den meinen, so voll von Skepsis, wie er es immer ist, wenn er meinen Worten folgt. Ein Blick, der nur allzu deutlich zeigt, dass du meine Meinung nicht verstehst, doch das macht nichts. Er mag dir zur pessimistisch sein, doch für mich entspricht er der Realität. Und die ist nicht immer rosarot.
„Es ist nur so… direkt.“
Zu.. direkt..? wie bitter.
Einfach bitter.
4.10.06 10:21


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